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Seite 1 von 2 Videobearbeitungs-Programme
Wollen Sie Ihre selbstgedrehten Filme bearbeiten? Das Video schneiden und auf DVD ablegen? Dieser Artikel verrät, welche Software auch hält, was sie verspricht.
Sollte ich
meine Filme bearbeiten?
Selbstgedrehte Videos vom Urlaub oder der Familienfeier machen erst "aufgepeppt" richtig Spass.
Misslungene Szenen rausschneiden, Musik unterlegen und mit einem schicken Bediehnmenü auf DVD brennen.
Dann sind die Aufnahmen rief für einen netten Filmabend welcher wirklich Freude macht.
Ähnlich ist es bei TV-Aufnahmen: Weg mit den Werbeunterbrechungen! Für solche Filmfälle ist ein Video-Bearbeitungs-Programm von Nöten.
Was können
Video-Bearbeitungs-Programme?
Sie beherrschen zahlreiche Schnittfunktionen und können die bearbeiteten Filme auf DVD brennen. (DVD Authoring) Daneben bieten die Programme viele Möglichkeiten zum Verschönern Ihrer Aufnahmen:
Mit verschiedenen Effekten können Sie Titel und Texteinschübe ins Bild laufen lassen oder zwischen Szenen überblenden. Film und Ton lassen sich auf vielfache Weise bearbeiten: verwackelte Szenen stabilisieren, zu blasse Farben aufmöbeln und verrauschten Ton korrigieren.
Die Programme sollten die Zusammenarbeit mit Videokameras vereinfachen. Sie können über den Firewire -Anschluß des Computers Daten von digitalen Quellen wie einen Mini-DV -Camcorder überspielen. Auch hochaufgelöste Filme von einem HD -Camcorder lassen sich auf der PC-Festplatte speichern.
Mit den Programmen lässt sich der Camcorder steuern (etwa Wiedergabe starten und vorspulen) Das vereinfacht beispielsweise das Überspielen ausgewählter Filmszenen auf den Computer.
Sie können den fertig bearbeiteten Film zurück auf den Camcorder übertragen, etwa um ihn auf Cassette zu archivieren.
Die meisten Programme arbeiten auch mit analogen Geräten wie VHV-Recordern oder -Kameras zusammen. Dazu braucht Ihr PC einen analogen Videoeingang, der bei aktuellen Computern meist eingebaut ist. Gespeichert wird die Aufnahme in der Regel im Video-DVD-tauglichen MPEG2 -Format auf der Computer-Festplatte.
Wird die Bild- und Tonqualität
durch die Bearbeitung schlechter?
Das kommt darauf an:
Aufnahmen von digitalen DV-Camcorder lassen sich verlustfrei auf den PC überspielen und dort beabeiten. Auch beim Zurückspielen auf den Camcorder gibt es keine Beeinträchtigungen. Allerdings nur über den DV-Eingang , der aber oft eingespart wird.
Anders ist es wenn der Camcorder-Film auf eine Video-DVD gebrannt wird. Dafür wandelt das Programm die Aufnahme in das platzsparende MPEG2-Format um. Bei dieser "Schrumpfung" kommt es prinzipbedingt immer zum Qualitätsverlust. Wie groß dieser ist können Sie beeinflussen. Denn im Videobearbeitungprogramm müssen Sie festlegen, wie viele Filmminuten auf eine DVD passen sollen. Je länger das Video, desto schlechter die Qualität. Bei einer Stunde Film für eine einschichtige DVD ist der Qualitätsverlust meist kaum zu bemerken.
TV-Aufnahmen werden in der Regel im MPEG2-Format auf der Festplatte gespeichert. Ob es durchs Schneiden zu Qualitätsverlusten kommt, hängt davon ab, ob die Software das "Smart Rendering" beherscht. Falls ja, gibt es nur an den Schnittstellen eine minimale Verschlechterung der Bildqualität. Ohne Smart Rendering wird der komplette Film nach dem Schneiden neu berechnet. Das dauert nicht nur lange, sondern verschlechtert auch etwas die Bildqualität. Das gilt auch für Camcorder-Aufnahmen im MPEG2-Format.
Was muss bei der
Videobearbeitung beachtet werden?
In der Software muß die Halbbild-Reihenfolge korrekt eingestellt sein. Sonst ruckelt der auf der DVD gebrannte Film bei der Wiedergabe. Einige Programme stellen die Reihenfolge automatisch korrekt ein, bei anderen müssen Sie die Einstellung selbst vornehmen.
Tip für die manuelle Einstellung: Filme von einer Mini-DV-Kamera brauchen die Einstellung "unteres Halbbild zuerst". ("Bottom fielt first") Bei Filmen von einer TV-Karte muß hingegen sowohl bei der Aufnahme, als auch bei der weiteren Bearbeitung die Einstellung "oberes Halbbild zuerst" ("Topfielt first") genommen werden.
Ersetzen die Programme eine
DVD-Herstellungssoftware?
Ja. Denn alle getesteten Programme können Filme mit Steuerungsmenüs auf Video-DVD brennen.
Sie enhalten dazu von Hause aus bereits zahlreiche Menüvorlagen, die sich auch verfeinern lassen. Mehr bieten auch die meisten DVD-Herstellungsprogramme nicht.
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