Welche Camcorder Technik?

Postproduktion ist Gestaltung!

Wer sein Video digital aufzeichnet, will es in der Regel im nächsten Schritt non-linear am Rechner bearbeiten. Digitale Aufzeichnungssysteme sind den analogen qualitativ vorzuziehen, da die Videodaten nicht neu komprimiert werden müssen. Hier finden Sie Tipps und Erklärungen, sowie Grundlagen für den digitalen Videoschnitt.

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Welcher Camcorder ist der richtige?

welcher camcorderDigitale Camcorder unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art, wie Filme gespeichert werden. Welche Technik für Sie in Frage kommt, bestimmt Ihr Anspruch an die Bildqualität und das weitere Vorhaben mit dem Bildmaterial.

Doch welcher Camcorder ist der richtige? Hier erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile die Kamerasysteme haben und welches Modell für Sie das passende ist.

 
  • mini dvDas DV-Format: (Digital Video) ist zwar schon ein paar Jahre alt, kann aber qualitativ immer noch gut mit den neuen Formaten mithalten. Camcorder nehmen mit einer Auflösung von 720x576 Bildpunkten auf. Das entspricht dem Standard-Fernsehformat PAL. Das DV-Format kann Ton in Stereo aufzeichnen, ist aber nicht für die Aufnahme von Surround-Sound geeignet.
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  • hdvDas HDV-Format: HDV-Camcorder zeichnen immer auf DV-Cassetten auf. Sie können zwischen zwei Auflösungen wählen: 1.280x720 Bildpunkte oder 1.440x1.080. Bei einer Auflösung von 1.280x720 Bildpunkten werden Vollbilder aufgenommen (720p), bei 1.440x1.080 Bildpunkten nur Halbbilder (1080i). In der Camcorder-Auflösung von 1.440x1.080 Bildpunkten fehlen zwar rund 25 Prozent gegenüber dem vollen HDTV-Standard mit 1.920x1.080 Bildpunkten, aber das Breitbild-Format 16:9 bleibt erhalten. Mit HDV-Camcordern können Sie zusätzlich Standard-PAL-Aufnahmen machen.
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  • avchdDas AVCHD-Format: AVCHD-Camcorder zeichnen auf DVD, Festplatte oder Speicherkarte auf. Die Auflösung beträgt wie bei HDV-Camcordern 1.440x1.080 Bildpunkte. Anders als HDV-Camcorder können nicht alle AVCHD-Geräte auch im Standard-PAL-Format aufnehmen. Bei der Bildqualität gibt es zwischen AVCHD- und HDV-Camcordern kaum Unterschiede – Der Standard AVCHD Lite nimmt nur in 1280x720 (720p) auf.

Anschlüsse:

 

FBAS- und S-Video-Ausgang:

s-video mini dinaudio steckervideo stecker

Über diese Anschlüsse verbinden Sie den Camcorder mit dem Fernseher. Röhren-TV-Geräte zeigen damit meist ordentliche Bilder.

Das AV-Kabel überträgt FBAS-Video und Stereoton. HDTV-Wiedergabe ist aber nicht möglich.

 

YUV:

yuv stecker

Viele HDTV-Camcorder haben zusätzlich einen YUV-Komponentenausgang. Darüber lässt sich das Bild in HDTV-Qualität im 16:9-Format zum Fernseher übertragen.

Tonausgang: In Verbindung mit FBAS- und S-Video bieten die Camcorder einen analogen Stereotonausgang. Das passende Kabel liegt den meisten Camcordern bei.

 

HDMI:

mini hdmi porthdmi stecker

Viele HDTV-Camcorder haben den digitalen Bild- und Tonausgang HDMI.
Der Vorteil: Der Ausgang überträgt HDTV-Bilder und sogar Heimkinoton verlustfrei – deshalb ist er die erste Wahl für Flachbildschirme. Aber nicht alle Medelle sind mit der platz- sparenden Mini-HDMI-Buchse ausgestattet.

 

Speicherkarte:

Canon und Panasonic setzen auf SD-Karten, Sony auf die Eigenentwicklung Memory Stick.
SDXC-Speicherkarten in Briefmarkengröße bieten Platz für bis zu zwei Terabyte Daten.
Das ist Platz für 100 Filme in HD-Qualität oder 17.000 hoch aufgelöste Fotos im JPEG-Format.

 

Bedienung:

Anspruchsvolle Filmer gestalten ihre Aufnahmen durch das Anpassen von Blende, Belichtungszeit und Schärfe. Doch nicht alle Camcorder erlauben das. Oft sind Einstellungen nur per Bedienmenü möglich. Besser sind Ringe am Objektiv oder am Kameragehäuse, mit denen sich die Einstellungen schneller und bequemer umsetzen lassen. Filmanfängern erleichtern Motivprogramme das Filmen. Die sorgen automatisch für die optimalen Einstellungen in speziellen Aufnahmesituationen, etwa bei Sport- oder Landschaftsfotos.

 

Monitor:

Um Aufnahmen beurteilen zu können, sollte ein Camcorder einen großen und hell leuchtenden Kontrollbildschirm haben.

 

DV-Cassette:

 

Aufzeichnen auf DV-Cassette:

mini dvSeit Ende der 90er Jahre ist die DV-Cassette Standard beim Videofilmen geworden. Die Filmqualität guter Camcorder reicht sogar für professionelle Fernsehaufnahmen.

 

Laufzeit:

Auf die relativ preiswerte DV-Cassette passt eine Stunde Film. Für etwas mehr Geld gibt es Spezialbänder mit 80 Minuten Laufzeit.

 

Nachbearbeitung:

firewire steckerÜber den standardisierten DV-Ausgang FireWire (auch bekannt als i.Link oder IEEE 1394) lassen sich Aufnahmen ohne Qualitätsverlust zum Computer übertragen. Das Kopieren dauert aber genau so lange wie die Aufnahme selbst.

 

Archivieren:

Nach dem Filmen können Sie die Aufnahmecassette in den Schrank stellen. Wenn Sie die Löschschutzklappe  an der Cassettenrückseite zuschieben, sind die Aufnahmen vor versehentlichem Löschen und Überschreiben geschützt.

 

Vorteile:

  • Cassetten sind preiswert und an vielen Orten erhältlich.
  • Nachbearbeitung problemlos mit aktuellen PCs möglich.
  • Dank hoher Datenrate nahezu kein durch das Aufnahmemedium verursachter Qualitätsverlust.
  • Vergleichsweise preiswerte Camcorder.
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    Nachteile:

  • lange Wartezeiten beim Spulen
  • Gefahr von Bandsalat
  • Aufnahmen können versehentlich durch neue Videos überspielt werden

 

Fazit:

DV-Camcorder eignen sich für Filmer, die sich nicht mit der Technik herumschlagen wollen und ihre Filme ungeschnitten direkt mit dem Camcorder am Fernseher anschauen. Die Bänder lassen sich auch ohne Computer archivieren.

 

DVD:

 

Aufzeichnen auf DVDdvd camcorder

Ein DVD-Player steht in fast jedem Wohnzimmer. Bei Camcordern setzen sich die Scheiben langsam als Aufnahmemedium durch.

 

Baugröße:

Damit die Camcorder nicht zu groß werden, kommen DVDs mit kleinerem Durchmesser (8 cm) zum Einsatz. Die lassen sich zwar mit den meisten DVD-Playern wiedergeben, in bester Qualität passt aber nur eine Viertelstunde Film auf einen Rohling.

 

Mechanik:

Damit auf der DVD aufgenommen werden kann, muss sie sich mit hoher Geschwindigkeit drehen. Durch diese Mechanik kann es bei Erschütterungen des Camcorders leicht zu Aussetzern beim Filmen kommen.

 

Formate:

Es gibt verschiedene DVD-Medien: DVD+R, DVD-R, DVD-RAM, DVD-RW. Nicht jeder Camcorder kann alle Medien beschreiben. Manche lassen sich löschen, andere sind nur einmal verwendbar. Und je nach eingestelltem Aufnahmeformat gibt ein DVD-Player die Aufnahmen eventuell nicht wieder. Das kann das Filmen auf DVDs kompliziert machen.

 

Videoschnitt:

Moderne Videoschnitt-Programme arbeiten problemlos mit DVD-Aufnahmen. Durch die recht starke Datenreduktion kommen aber nur aktuelle und schnelle Computer mit DVD-Aufnahmen gut zurecht.

 

Vorteile:

  • direktes Anschauen verschiedener Szenen ohne Spulen möglich
  • Wiedergabe der Videos am DVD-Player möglich
  • DVDs mit Originalaufnahmen können archiviert werden

 

Nachteile:

  • verwirrende Vielfalt an Medien und Aufnahmeformaten
  • lange Ein- und Ausschaltzeiten

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Fazit:

Wer seine Urlaubsfilme ohne Nachbearbeitung per DVD-Player anschauen will, trifft mit einem DVD-Camcorder die beste Wahl. Sie müssen sich allerdings etwas mehr mit der Technik beschäftigen als bei DV-Camcordern.


 

Speicherkarte:

 

Aufzeichnen auf Speicherkarte:sd card

Speicherkarten sind sehr klein – das ermöglicht besonders kompakte Camcorder.

Panasonic und Sanyo bieten Camcorder an, die auf SD-Speicherkarten aufnehmen, von Sony gibt’s Modelle die auf Memory Stick filmen.

 

Baugröße:

Da keine Laufwerksmechanik gebraucht wird und Speicherkarten sehr klein sind, lassen sich diese Camcorder besonders handlich bauen. Außerdem sind Sie kaum anfällig für Erschütterungen.

 

Archivieren:

Selbst auf eine Speicherkarte mit mehreren Gigabyte passen in guter Qualität kaum alle Aufnahmen eines Urlaubs. Wer unterwegs nichts löschen will, muss entweder teure Zusatz-Speicherkarten mitnehmen oder die Aufnahmen auf einem mitgenommenen PC archivieren.

 

Nachbearbeiten:

Die Aufnahmen lassen sich per USB-Kabel sehr schnell zum PC übertragen. Damit viel auf die Karte passt, müssen die Videos aber im Camcorder mit elektronischen Tricks kleingerechnet (Fachbegriff: komprimiert) werden. Beim Schnitt kehrt der Computer diesen Vorgang um. Das schaffen nur moderne und schnelle PCs reibungslos. Übertragungs- und Schnittprogramme werden meist beim Camcorder mitgeliefert.


Vorteile:

  • sehr kompakte Bauform
  • lange Akkulaufzeiten
  • schnelles Kopieren zum PC möglich

  •  

Nachteile:

  • Archivieren relativ aufwendig
  • keine einheitlichen Dateiformate

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    Fazit:

    Speicherkarten-Camcorder eignen sich für Technik-Fans, die ein zuverlässiges und kompaktes Gerät stets dabei haben wollen. Ohne solide Computerkenntnisse sind die Kameras aber kaum zu gebrauchen.


Festplatte:

 

Aufzeichnen auf Festplatt:cam und laptop

Beim Anschluss an den Computer wird die Festplatte des Camcorders als Laufwerk erkannt.

Moderne Festplatten speichern auf kleinem Raum eine große Menge digitaler Daten. Einige Anbieter nutzen Festplatten deshalb als Speichermedium für Camcorder.

 

Aufnahmezeiten:

Da Festplatten viel Speicherplatz bieten, können Sie mit den Geräten mehrere Stunden lang filmen – allerdings nur dann, wenn der Akku entsprechend durchhält, denn der Betrieb der Platte verbraucht einiges an Strom.

 

Filme anschauen:

Beim Filmen werden kleine Vorschaubilder für jeden Aufnahmebeginn angelegt. So können Sie beim Anschauen die entsprechenden Szenen schnell wiederfinden. Nach dem Überspielen zum PC haben die einzelnen Sequenzen zunächst unverständliche Namen. Damit Sie Ihre Aufnahmen später wiederfinden, müssen Sie Ihre Filme am Computer sinnvoll umbenennen.

 

Archivieren:

Viel Platz für Aufnahmen verleitet dazu, den Camcorder oft einzusetzen. Dann haben Sie es nachher mit entsprechend großen Datenmengen zu tun. Ist etwa der „JVC GZ-MG130E“ (30 Gigabyte) „vollgefilmt“, brauchen Sie zum Archivieren der Originalaufnahmen sieben DVD-Rohlinge. Wer DVDs anfertigen will, die sich auch am DVD-Player wiedergeben lassen, muss die Aufnahmen erst wieder zeitaufwendig umwandeln.

 

Vorteile:

  • mehrere Stunden Aufnahme ohne Unterbrechung möglich
  • jede Aufnahme lässt sich schnell ansteuern
  • schnelles Übertragen zum PC möglich

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Nachteile:

  • Archivieren der Aufnahmen vergleichsweise aufwendig
  • bei einem Gerätedefekt können Originalaufnahmen verloren gehen

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    Fazit:

    Festplatten-Camcorder bieten viel Platz für lange Videos. Speichern müssen Sie die Aufnahmen aber am PC. Mit dem sollten sich Käufer dieser Geräte deshalb gut auskennen.




 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. Januar 2011 um 00:56 Uhr