RGB- und YCC-Farbe

Postproduktion ist Gestaltung!

Wer sein Video digital aufzeichnet, will es in der Regel im nächsten Schritt non-linear am Rechner bearbeiten. Digitale Aufzeichnungssysteme sind den analogen qualitativ vorzuziehen, da die Videodaten nicht neu komprimiert werden müssen. Hier finden Sie Tipps und Erklärungen, sowie Grundlagen für den digitalen Videoschnitt.

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Grundlagen

RGB- und YCC-Farbe

rgb farbeDie meisten von uns kennen den Begriff RGB-Farbe. RGB steht für die Rot-,Grün- und Blau-Komponenten einer Farbe. Ein Computerbildschirm zeigt RGB-Farben an. Jedes Pixel, das wir sehen, ist tatsächlich das Produkt von Licht,das von einem roten, einem grünen und einem blauen Phosphorteilchen ausgestrahlt wird, die sehr dicht nebeneinander liegen. Da diesePhosphorteilchen so dicht nebeneinander liegen, vermischen unsere Augen die Primärfarben, so daß wir nur einen einzigen Farbpunkt wahrnehmen. Die drei verschiedenen Farbkomponenten  Rot, Grün und Blau werden häufig auch als Kanäle eines Computerbilds bezeichnet. Computer speichern und übertragen Farbe mit 8 Bit Informationen für jede der Rot-, Grün- und Blau-Komponenten. Mit diesen insgesamt 24 Bit Informationen können über eine Million verschiedener Farbabstufungen für jedes einzelne Pixel (2 hoch 24) dargestellt werden. Diese Art der Darstellung wird als 24-Bit-Farbtiefe bezeichnet.

 

Auch Fernseher zeigen Video mit den oben beschriebenen roten, grünen und blauen Phosphorteilchen an. Fernsehsignale werden jedoch nicht in RGB-Farbe übertragen oder gespeichert.Warum nicht?

Die ersten Fernseher waren Schwarzweißgeräte. Der Begriff “Schwarzweiß” ist eigentlich eine Fehlbezeichnung, da wir in Wirklichkeit die Schattierungen von Grau zwischen Schwarz und Weiß sehen. Dies bedeutet, daß die einzige Information, die übertragen wird, die Helligkeit (Luminanz) für jeden Punkt ist.

Als das Farbfernsehen entwickelt wurde, mußte sichergestellt sein, daß Farbsendungen auch auf Schwarzweißgerätenrgb ycc gezeigt werden konnten. RGB zu YCC. Ansonsten hätten Millionen von Menschen, die bereits ein Gerät besaßen, dieses wegwerfen müssen. Statt dessen sollte ein allmählicher Übergang auf die neue Technologie erfolgen. Die neuen Farbsendungen wurden (und werden) deshalb nicht in RGB übertragen sondern in YCC. Bei dem “Y” handelt es sich um dasselbe bekannte Luminanzsignal, das auch von Schwarzweißfernsehern verwendet wird, die “C's” stehen für die Farbkomponenten. Die beiden Farbkomponenten bestimmen den Farbton eines Pixels, während das Luminanzsignal dessen Helligkeit festlegt. Somit waren Farbübertragungen bei gleichzeitiger Erhaltung der Schwarzweiß-Kompatibilität möglich.

Sind die Unterschiede zwischen RGB- und YCC-Farbe von Bedeutung? Bei den meisten Anwendungen müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen. Sie sollten die Unterschiede jedoch kennen, wenn Sie die Grundkenntnisse erworben haben und nun anspruchsvollere technische Herausforderungen in Angriff nehmen möchten, wie beispielsweise Farb-Sampling und Zusammenstellungen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 19. Januar 2011 um 00:45 Uhr