Fernseh-Normen

Postproduktion ist Gestaltung!

Wer sein Video digital aufzeichnet, will es in der Regel im nächsten Schritt non-linear am Rechner bearbeiten. Digitale Aufzeichnungssysteme sind den analogen qualitativ vorzuziehen, da die Videodaten nicht neu komprimiert werden müssen. Hier finden Sie Tipps und Erklärungen, sowie Grundlagen für den digitalen Videoschnitt.

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Grundlagen

Fernseh-Normen

testbild pal

Durch die verschiedenen Fernsehnormen wie NTSC, PAL und SECAM, wird die Auflösung und die Bildwechselfrequenz sowie die Art der Einbindung der Farb- und Audioinformationen bei Videosignalen festgelegt, um zumindest regional die Kompatibilität von verschiedenen Videosystemen zu gewährleisten und vor allem die Sendefähigkeit von Videosignalen zu garantieren.

  


Die Auflösung wird bei analogen Formaten in Zeilen angegeben und bei digitalen Formaten in Pixel. Die Bildwechselfrequenz wird sowohl als Frames pro Sekunde (fps) als auch in Hertz (Hz) angegeben, wobei sich die Angaben in Hertz meist auf die Halbbildfrequenz beziehen. Weltweit wurden unterschiedliche Fernsehnormen vereinbart dies führt nicht nur zu Problemen beim Austausch von Videomaterial zwischen den verschiedenen Ländern, sondern verhindert auch den Einsatz von Videogeräten und Hardware, die nicht der landesüblichen Norm entsprechen.  

Fernsehnormen sollten nicht mit Video-Formaten verwechselt werden! Videoformate sind unterschiedliche Qualitäts- und Aufzeichnungsstandards innerhalb der jeweiligen Fernsehnorm und beziehen sich sowohl auf analoge als auch digitale Aufzeichnungsverfahren zur Speicherung und Vervielfältigung auf Datenträgern, wie z.B. die am weitesten verbreitete Magnetbandaufzeichnung (MAZ), aber auch neuere Formate, wie DVD, XDCAM, P2, etc.

NTSC (National Television Standards Committee)

Farbfernsehen wurde zuerst in den USA im Jahre 1953 mit der NTSC-Norm eingeführt. Dabei wurde das ursprüngliche Schwarz-Weiß-Signal mit einer Auflösung von 525 Zeilen und einer Halbbildfrequenz von 59,94 Hz (also 59,94 Halbbildern pro Sekunde was einer Framerate von 29,97 fps entspricht mit einem zusätzlichen Farbsignal versehen, das man im Composite-Verfahren dem Luminanz-Signal aufmoduliert. Dabei wurde eine Technik entwickelt, die sehr empfindlich gegenüber Phasenverschiebungen auf dem Übertragungsweg ist und so zu unerwünschten Farbveränderungen führen kann – aus diesem Grund sind NTSC-Fernsehgeräte mit einem Regler ausgestattet, der eine Phasenkorrektur ermöglicht, um die Farbwiedergabe bei Bedarf am Empfangsgerät zu korrigieren.
Die NTSC-Norm wird außerhalb der USA unter anderem auch in Japan verwendet und bis heute unverändert eingesetzt.

PAL (Phase Alternation Line)

Auch im übrigen Europa versuchte man die Probleme der NTSC-Norm durch ein eigenständiges System zu umgehen. Nach langjährigen politischen Diskussionen über die Einführung einer einheitlichen Norm für ganz Europa wurde 1967 die PAL-Norm in Deutschland eingeführt. Die Auflösung und Frequenz wurde auch hier vom nationalen Schwarz-Weiß Standard übernommen und wurde so mit 625 Zeilen bei einer Halbbildfrequenz von 50 Hz, also 25 Vollbildern pro Sekunde, festgelegt.
Die Einbindung des Chrominanz-Signals wurde hier technisch etwas aufwendiger gestaltet: Um den bei NTSC durch Phasenverschiebungen auftretenden Übertragungsfehlern vorzubeugen, entschied man sich zwischen den Farbinformationen der einzelnen Zeilen einen Phasensprung um 180 Grad einzuführen und so den Mittelwert der Chrominanz von je zwei Zeilen zu übertragen. Dadurch wird zwar die gesamte Farbinformation reduziert, da die Farben einer Zeile immer abhängig sind von der vorhergehenden Zeile, dieser Vorgang hat jedoch keinen sichtbaren Einfluss auf die Bilder und die Farbübertragung funktioniert wesentlich stabiler als bei NTSC. Durch die niedrigere Bildfrequenz tritt bei PAL im Vergleich zu NTSC ein etwas stärkeres Bildflimmern auf.
Verwendet wird die PAL-Norm in den meisten europäischen Ländern, in Südafrika, Australien und China.

SECAM (Séquentiel coleur à mémoire)

1957 wurde in Frankreich ein eigenständiges Farbverfahren entwickelt, das unempfindlicher gegen Störeinflüsse auf dem Übertragungsweg sein sollte. Mit Hilfe der stabileren Frequenzmodulation (FM) wird beim SECAM-Verfahren jeweils eine der beiden Farbkomponenten abwechselnd auf zwei Trägerfrequenzen übertragen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass bei der Wiedergabe von Schwarzweiß-Sendungen aufgrund der permanenten Farbsignalübertragung Störungen auftreten können.
Verwendet wird die SECAM-Norm in Frankreich, in den ehemaligen Kolonien Frankreichs und in den ehemaligen Ostblock-Staaten.
Das SECAM-Format wird nur für die Ausstrahlung von Fernsehsendungen verwendet. In Ländern, in denen der SECAM-Standard gilt, werden Kameras und Abspielgeräte im PAL-Format verwendet.

Denken Sie daran, daß der Videostandard nicht das gleiche ist wie das Videokassettenformat. So kann zum Beispiel auf einer Videokassette im VHS-Format sowohl NTSC- als auch PAL-Video aufgezeichnet werden.

 Wltweite Normen in der Übersicht:
ttp://www.bet.de/sites/fachwissen/fernsehnormen.aspx

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. Januar 2011 um 00:29 Uhr